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CPAP-Beatmung - Uns hilft nicht, wer uns Krücken leiht, sondern wer uns Gehen lehrt

Schützt Beatmung doch vor Herinfarkt? Am 31.07.2017 erschien auf aerztezeitung.de ein Beitrag, der sich mit dieser Frage beschäftigt. In verschiedenen Studien wurde versucht die Auswirkungen auf das Herzinfaktrisiko bei Verwendung von CPAP-Geräten genauer zu untersuchen und festzustellen, in wie fern ein Schutz der Gefäße erreicht wird. Diesen Beitrag nutzten Herr Dr. Klaus und Sabine Berndsen, um in einem Kommentar zum Beitrag, darzustellen, dass eine Symtombehandlung auf Dauer keine positiven gesundheitlichen Wirkung haben kann.

CPAP, BIPAP, ASV, sind Formen gerätetechnischer Überdruckbeatmungen, die in der Therapie des obstruktiven Schlafapnoesyndroms als Goldstandard gelten. Weil es sich um rein symptomatische Behandlungen handelt, müssen Patienten ihre „Krücke“ bis zur Bahre täglich anwenden, wenn sie ihre nächtlichen Atemprobleme reduzieren wollen. Regelmäßige Kontrollen ihres Schlafes, der Hygiene und Technik gehen einher. Kein Wunder, dass viele Anwender irgendwann aufgeben: An den Ursachen ändert sich schließlich nichts und jede Nacht ohne „Krücke“ macht dies wieder bewusst.

Geräte zur Überdruckbeatmung eroberten schnell die Kosten-Hitliste der medizintechnischen Versorgungen und die Tendenz ist ungebrochen.

Wissenschaftliche Annahmen und Studien

Wissenschaftlichen Belege für die vielfältigen positiven Primäreffekte, die präventiven Wirkungen gegen lebensbedrohende Erkrankungen von Herz und Gehirn leiten sich hauptsächlich aus wenig potenten Studien, scheinbar plausiblen Erklärungen, herstellerfinanzierten Dokumentation und Akklamationen von Experten und Anwendern ab. Die den Studienergebnissen implizierten Kernaussagen erfüllen die Kriterien einer linearen Logik: Wer nachts unbeobachtet zu wenig atmet und seine Organe nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt, muss dem Ende nah sein!
Wehe dem, der da widerspricht!
Die zitierten neueren Studien, die sich erstmals auf eine Klientel von mehreren tausend Patienten stützen und mit internationaler Beteiligung durchgeführt wurden, relativieren die bisherigen Annahmen. Untersucht wurden 2717 Patienten aus 89 Zentren in sieben Ländern. Bei allen bestanden ein Schlaf-Apnoe-Syndrom und gleichzeitig koronare Herzkrankheiten, Schlaganfälle oder andere zerebrovaskuläre Vorerkrankungen. Es zeigte sich, dass die Häufigkeit von Herzinfarkten, Hirninfarkten, Herzinsuffizienz und Todesfällen in den Gruppen die Geräte zur Druckbeatmung anwendeten sich keineswegs reduzierte, sondern sogar anstieg.

Durch Anwendung eines Gerätes für adaptive Servoventilation, das hauptsächlich bei Patienten mit Cheyne-Stokes-Atmung angewendet wird und als technische Optimierung der PAP-Geräte gilt, erhöhte sich die Sterbequote signifikant und das, obwohl das Gerät die Anzahl der Atemaussetzer drastisch reduzierte. Als eine mögliche Ursache wägen die Forscher Ulysses Magalang vom Wexner Medical Center, Columbus und Allan Pack von der Perelman School of Medicine in Philadelphia u.a. Komponenten der Beat¬mung, u.a. den ständigen positiven Atemwegsdruck, den das Gerät erzeugt. Auch die Autoren der Jama Studie (2017), die sich immerhin auf 7266 Patienten stützt, konnten keine Reduzierung von Risiken und Todeseintritt bei cardiovasculären Erkrankungen feststellen, egal ob die Patienten mit PAP Geräten versorgt waren oder nicht.

Diskussion
Medizinische Anwendungen müssen in erster Linie die Behandlungen von Ursachen fokussieren. Nur so besteht für den Patienten die Aussicht auf ein gesundes, unabhängiges Leben. Andauernde auf Langzeit angelegte symptomatische Versorgungen mit Geräten (Krücken) sollten nicht zum Standard werden. Oft wirkt sich der Einsatz zwar spontan positiv auf das Symptom aus. Damit einhergehende negative Veränderungen stellen sich in der Regel erst später ein und werden der ursprünglichen Anwendung nicht zugeordnet. Lange Anwendungen von „Krücken“ bleiben niemals ohne Folgen. Sie verursachen zumindest kompensatorische Umstellungen von Bewegungs- und Funktionsmustern. Neurophysiologische Veränderungen, nehmen Einfluss auf das parasympathische Nervensystem und Organaktivitäten. Dies und mehr sind auch die Folgen von Langzeitdruckbeatmung. Die Autoren wollen Ihre Anwendung aber nicht grundsätzlich in Frage stellen.
Wenn es wichtig ist, die nächtliche Atmung spontan zu optimieren, sind PAP-Methoden angezeigt. Vorher oder parallel, sollten jedoch zusätzlich solche Maßnahmen getroffen werden, die auch an der Ursache für das bestehende Atemproblem ansetzen. So kann einer lebenslangen u.U. negativen Geräteabhängigkeit entgegengewirkt werden. Bei der obstruktiven Schlafapnoe sind Gewebe und Muskeln im Mund- und Rachenraum erschlafft. Sie verengen und verschließen die Atemwege. So liegt es nahe, speziell diese ursächlichen Probleme zu korrigieren. Das kann in der Regel auch nicht chirurgisch erfolgen, sondern allein durch Training von Muskeln und der Entwicklung physiologischer Bewegungsmuster und Funktionen. Bei der Behandlung der „Volkskrankheit Nr. 1“  - Rückenschmerzen, wurde der Stellenwert von Muskulatur und Funktion längst erkannt. So wurden früher Wirbelsäulenprobleme meist durch stützen und ruhigstellen behandelt, um vermeintlich schädliche Bewegungen zu reduzieren. Später folgten Operationen  unterschiedlicher Techniken. Seit einigen Jahren jedoch sind die weitaus erfolgreicheren Trainingsmethoden gegen Rückenleiden  zum „standard of art“ geworden. Die Betroffenen werden mobilisiert. Muskeln und Haltung werden trainiert, um den Rücken zu stabilisieren.

Konsequenzen

Uns hilft nicht, wer uns Krücken leiht, sondern wer uns Gehen lehrt
(Charles Tschopp)


Bei Problemen im Mund, im Rachen und bei der Atmung reduziert sich die Behandlung immer noch auf die Ansätze:
Krücken anwenden, Stützen und Schneiden.

Training steht in den meisten Fällen nicht auf dem Plan, obwohl Mund, Rachen, Gesicht und Kopf so viele Muskeln und feinste Muskelkettenfunktionen aufweisen, wie es nirgendwo anders im menschlichen Körper vorkommt. Stören funktionelle und muskuläre Abweichungen dieses feinabgestimmte System, ist ein neurophysiologisches Training zur Korrektur erforderlich. Nur so kann das Übel an der Wurzel bekämpft werden. Die Ursachen für verengte oder versperrte Atemwege sind mit korrigierenden Übungen zu behandeln. Wie bei dem Beispiel des Rückenleidens ist eine konsequente Trainingstherapie erforderlich. Zum Beispiel mit der Face Former Therapie steht dem Behandler und dem Patienten ein komplexes Übungsprogramm zur Verfügung. Es zielt auf die Behandlung der Ursachen für Schnarchen und Schlafapnoe ab. Erschlaffte Muskulatur wird trainiert, falsche Bewegungsmuster und Fehlfunktionen werden korrigiert.

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