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Bekomme ich mit einer schiefen Nasenscheidewand weniger Luft?

Frage des Anwenders:

Die Aussage, bei einer verkrümmten Nasenschweidewand würde gleich viel Luft durch die Nase kommen, ist physikalisch nicht haltbar (sollte ein Doktor der Physik eigentlich wissen!). Bei einem gegebenen Atmungsdruck komprimiert der Luftstrom an der verengten Stelle (die es bei einer Verengung meist auf beiden Seite der Nase gibt). Dadurch sinkt das Luftvolumen, das pro Zeiteinheit passieren kann. Soll das gleiche Luftvolumen durchgepresst werden, muss der Atmungsdruck erhöht werden, was Menschen mit verengter Nase als anstrengende Atmung wahrnehmen. Durch den erhöhten Atmungsdruck steigt auch die Strömungsgeschwindigkeit des Luftstroms, was zu einer schnelleren Austrockung der Nase führen kann. Dies wiederum kann zu einem weiteren Anschwellen der Nasenschleimhäute und damit zu einer zusätzlichen Behinderung der Nasenatmung führen.

 

 

Antwort von Dr. Berndsen:

Wahrscheinlich eher nicht. Wissenschaftler versuchen seit mehr als 100 Jahren, den Atemstrom in der Nase zu erforschen. Bis heute liegen dazu keine einheitlich schlüssigen Erklärungen vor. Der Luftstrom in der Nase ist nicht mit rudimentärem laminaren Strömungsverhalten zu vergleichen, wie es sich zum Beispiel in einem Rohr einstellt. Mit dem Bernoulli´schen Gesetz lassen sich solche Geschwindigkeitsveränderungen an Engstellen erklären und berechnen.

Erklärt werden können auch die dadurch verursachte Beeinflussung punktueller Druckveränderungen von Gasen. Wenn wir schon bei der Physik sind, darf der Übergang von laminarer in turbulente Strömung aber keinesfalls unberücksichtigt bleiben, also Radius, Geschwindigkeit, Dichte und Zähigkeit des Mediums. Mit der Reynoldschen Zahl können diese Beziehung mathematisch definiert werden.

Selbst alles zusammen reicht aber nicht aus, um die Strömungen in der Nase zuverlässig berechenbar zu machen.

Folgende Argumente sollen dies verdeutlichen:

  1. In der Nase gibt es keine Strömungen wie in einem Rohr.
  2. Bei physiologischer Nasenatmung treten laminare und turbulente Strömungen auf. Sie werden durch anatomische und physiologische Einflüsse in der Nase bestimmt. Z.B.: Diffusoren, Krümmungen, Düsen, konvex und konkav gebogene Durchtritte und Spalträume. Bei turbulenter Strömung ist der Druckabfall proportional zum Quadrat der Volumenströmung.
  3. Instationäre Strömungen, durch Veränderung des Mukosavolumens kommen hinzu und müssen ebenso berücksichtigt werden.
  4. Es gibt keine symmetrische Aufteilung der Nasenhälften durch die Nasenscheidewand
  5. Erhöhter Nasenwiderstand ist hauptsächlich auf hyperplasierte Nasenschleimhaut zurückzuführen. Sehr selten auf Verkrümmung der Nasenscheidewand. Dazu gibt es wissenschaftliche Untersuchungen. Sogar aus alter Zeit.
  6. Ich erkläre in dem Video lediglich das Zusammentreffen der variierenden zweiseitigen Durchgangsmengen, die sich zu einem Volumen zusammenfügen, was bedarfsgerecht angepasst wird.

Die etablierten diagnostischen Verfahren (Rhinomanometrie, Rhinoresistometrie, akustische Rhinometrie) erfassen die herrschenden Strömungsverhältnisse nur unzulänglich. Ergebnisse der Funktionsdiagnostik stehen daher oft im Widerspruch zur klinischen Untersuchung und zum subjektiven Empfinden der Patienten.

Wir folgen den klassischen Maximen der Wissenschaft: Logik und Vernunft -  und vertreten die Meinung, dass sich das Atmen durch die Nase vorrangig durch Training verbessert und zwar unabhängig von einer schiefen Nasenscheidewand. Üben verbessert nicht nur Funktionen, sondern es werden auch lang angewöhnte falsche Atemmuster abgestellt und die richtigen gelernt. Angemessene Alternativen zu Übungstherapien gibt es nicht. Richtiges Training bringt immer Verbesserungen. Warum? Das muss nicht zum x-ten Mal bewiesen werden. Die Plausibilität ist methodenimmanent.

Nasenscheidewandoperation hingegen schädigen oftmals wichtige Funktionen der Nase. Unzählige Betroffene – auch hier bei youtube – berichten darüber. Positive Verläufe sind schwierig aufzufinden und natürlich gibt es keine Operation ohne Risiko! Was sollte daher dagegensprechen, die Trainingstherapie einer Operation, mit nicht einschätzbaren Folgen, vorzuziehen. Der Erfolg des Trainings wird von den Betroffenen selbst kontrolliert. Eine gut funktionierende Nasenatmung, verbessertes körperliches Befinden und höhere Leistungsfähigkeit sind einfach zu spüren.

 

Suchbegriffe:: Fragen, Nasenscheidewand
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