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Hauptursachen für Nacken- und Rückenschmerzen

Ursache und Wirkung

Wie bei den meisten Schmerzphänomenen im menschlichen Körper, können auch für Schmerzen in der Region von Kopf, Schulter, Nacken und Rücken zahlreiche Ursachen angenommen werden. Mit einer Häufigkeit von ca. 99 Prozent sind aber Muskelverspannungen, die sich als Folgen von statischen Fehlhaltungen und Fehlbelastung einstellen, die Schmerzursache. Verschleiß ist die Folge dieser sich ständig wiederholenden Einflüsse.  Hinzu kommen typische Abnutzungen, die mit zunehmendem Alter einhergehen. Für beide Fälle gilt, dass Verschleiß nicht grundsätzlich zu einem Schmerzproblem führen muss. Trotz degenerativer Veränderungen, bleiben wahrscheinlich die meisten Menschen überwiegend schmerzfrei. Bei den anderen hingegen stellen sich früher oder später Schmerzen ein, die intermittierend auftreten oder zu resistenten Dauerschmerzen (chronischen Schmerzen) werden.

Fehlhaltungen, überbelastete und verspannte Muskeln sind und
bleiben Hauptursachen für Nacken- und Rückenschmerzen



Wer ist betroffen?

Es drängt sich die Frage auf - Warum empfindet eine Gruppe früher oder später Schmerzen und die andere, trotz gleicher Verschleißerscheinungen, nicht?

  1. Ein wichtiger, immer zu berücksichtigender Grund, ist die individuelle Beschaffenheit und Veranlagung des menschlichen Individuums. Sie variieren in allen Facetten der körperlichen und psychischen Konstitution.  Krankheit und Belastungen haben somit bei jedem Menschen völlig unterschiedliche Auswirkungen und Ausprägungen.

  2. Auch äußere Belastungen im Alltag oder am Arbeitsplatz und daraus resultierende Überbelastungen sowie Fehlbewegungen können ursächlich an dem Entstehen von Schmerzen beteiligt sein.

  3. Häufig gehen Schädigungen aber auch von fehlgeleiteten körpereigenen Funktionen aus. Trotz ihrer Fehler können sie Haltung und Bewegung gewährleisten, nehmen aber an unterschiedlichen Stellen negativen Einfluss. Solche Störungen entstehen meist schon in frühen Entwicklungsphasen der Menschen. Ein Zeitpunkt, zu dem unzählige komplexe Routinen erlernt werden, die alle willkürlichen und unwillkürlichen Funktionsabläufe steuern. Beispiele dafür sind das Stehen, das Laufen, das Fühlen, das Hören, das Sprechen, das Schlucken und die Atmung. Diese Fähigkeiten basieren auf einer Anlage, die der Mensch mit auf die Welt bringt. Spätere äußere Reize sorgen für eine differenzierte qualitative Entwicklung.
    Zum Beispiel wird die Atmung selbstverständlich sofort nach der Geburt problemlos realisiert, da das Neugeborene sonst nicht lebensfähig wäre. In der Folge kann sich die Atmung aber zu einem falschen Atemmuster ausprägen.  So stellt sich, die für den Menschen wichtige Nasenatmung, durch verschiedene negative Einflüsse zur Mundatmung um. Beide führen zwar zur notwendigen Atemluftversorgung. Atmet man gewohnheitsmäßig durch den Mund, findet die dringend erforderliche Reinigung, Erwärmung und Befeuchtung der Atemluft nicht statt. Darüber hinaus fehlen Impulse, die zur Entwicklung von Koordination der Atemmuskulatur und Lungenfunktion beitragen.


Somatische Routinen


Es sind äußere Störfaktoren und Irritationen, die korrekte Entwicklungen von Funktionen und Haltungen beeinflussen und diese durch Fehlfunktionen kompensieren.  Letztere entwickeln sich zunehmen zur schädlichen Gewohnheit. Jede sich einstellende Gewohnheit (Automatisierung) wollen wir künftig mit dem Begriff „somatische Routine“ definieren. Somatische Routinen haben lebenslangen Bestand, und zwar unabhängig davon, ob sie korrekt oder falsch sind. Sind sie negativ,  sollten sie korrektiv behandelt werden.
Persistierende falsche Funktionsmuster, abweichende Haltungen und Bewegungen, verursachen schließlich Schädigungen, die bei Überschreitung einer Toleranzschwelle zu Schmerzen führen können.


Dauernde Kompensation bewirkt Schädigung

Auf der Basis der o.a. Annahmen ist zu resümieren:
Die eine Gruppe leidet unter natürlichem altersbedingen Verschleiß. Der gesamte Organismus stellt seine Entwicklung darauf ein und es kommt zu ständigen Anpassungen (Adaption). Dieser normale Verlauf kann durch kurzfristige Überbelastungen, die dem Körper von außen zugefügt werden (z.B. schweres Heben) zwar gestört werden, der daraus resultierende Schmerz ist aber vorübergehend. Es liegt zwar eine Schädigung vor, Schmerzen werden aber seltener, geringer oder gar nicht empfunden.
Bei der anderen Gruppe bestehen resistente funktionelle Abweichungen, die durch fehlgeleitete „somatische Routinen“ kompensiert werden. Durch Verschlechterung der Haltung, Ausweitung der Belastungsstärke und der sich immer wiederholenden Fehlreize wird die Belastungsgrenze zunehmend, bis hin zum Schmerzbereich, überschritten. In solchen Fällen bleiben die Schmerzen in der Regel bei variierender Intensität andauernd bestehen (chronische Schmerzen).

Folgendes Beispiel kann den Zusammenhang von Kompensation und Schädigung noch einmal verdeutlichen: Wollen wir nach einer Beinverletzung weiter laufen, können wir dies durch „Humpeln“ kompensieren. Die ursprünglich gelernte Laufbewegung wird durch ein neues Bewegungsmuster ersetzt. Diese „somatische Routine“ führt zu einer funktionellen Umstellung und bewirkt eine Fehlbelastung des Gesamtsystems. Müssten wir sie über Wochen und Monate beibehalten, käme es zu Schäden an Gelenken, Bändern, Muskeln und zur Schädigung des korrekten Gangmusters.


Fehlfunktionen und Muster müssen korrigiert werden!

Dauerhaft bestehende Kompensationsbewegungen können nur aufgehoben werden, wenn Fehlfunktionen durch korrekte Bewegungsmuster und Haltungsmuster ersetzt werden. Die Umstellung ist ausschließlich durch ein spezielles und systematisches Training zu erreichen. Dieses ist konsequent bis zur Automatisierung zur positiven - somatischen Routine – durchzuführen.


Die Relevanz der Kopfbalance

Ein wesentlicher Faktor, der sich auf die gesamte Körperstatik auswirkt, ist eine instabile Kopfbalance. Sie ist wahrscheinlich eine der Hauptursachen für Schmerzen im Nacken, Gesicht und Rücken. Der aufrechte Gang des Menschen erfordert ein balanciertes statisches System. Abweichungen davon, führen zu sichtbar starken Belastungen von Halswirbelsäule, Lendenwirbelsäule, Hüftgelenk und Knie. Tatsächlich belasten sie die gesamte Körperstatik. Muskeln, Sehnen und Gelenke passen sich der falschen Haltung und Bewegung an. Das Problem wird durch ständige Reizauslösungen (Trigger) aufrechterhalten und verschlimmert.

Eine weitere abweichende Entwicklung, die stets einem völlig anderem Ursachenkomplex zugeordnet wird, sind die Zahnstellungsprobleme und die Kieferfehlstellungen. Kaum bekannt ist, dass auch diese durch abweichende Kopfbalance und begleitende Fehlfunktionen mitverursacht werden können. Zahnstellungen und Kieferformen verändern sich oftmals wieder zum Negativen, obwohl eine mehrjährige Behandlung erfolgte. Kopfhaltende, kopfstabilisierende, sowie andere wichtige Funktionsbereiche bleiben bei diesen rezidivierenden Behandlungsergebnissen oft unberücksichtigt.  Aber gerade die Korrektur solcher Funktionen ermöglicht und festigt den dauerhaften Erfolg der kieferorthopädischen Behandlung.


Schmerztherapie

Dass sich die meisten Menschen Schmerzen keineswegs nur einbilden, muss grundsätzlich unterstellt werden. Sie leiden nicht selten unter unerträglichen Schmerzen. Kombinierte Schmerzbehandlungen (multimodale Scherztherapie), die eine interdisziplinäre Behandlung von Patienten vorsehen, zielen u.a. auf die Behandlung chronischer Schmerzen ab. Die Anwendung von Schmerzmitteln, individuell für den Patienten angepasst, ist in der Regel erforderlich. Physikalische Behandlungen sind ein weiterer Bestandteil der Versorgung und in wenigen Ausnahmefällen kann eine Operation angezeigt sein.


Face Former Therapie bei Nackenschmerzen, Gesichtsschmerzen, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen

Die Inhalte und Variationen physikalischer Behandlungen sind vielfältig. Sie zielen auf die Stabilisierung und Korrektur unterschiedlichster Muskelfunktionen und Bewegungsmuster ab.
Wenig Berücksichtigung finden jedoch die Funktionssegmente, die u.a. für die Kopfbalance, die Kieferbewegungen und die damit in Verbindung stehenden Auswirkungen auf Nacken, Schultergürtel und Rücken verantwortlich sind.

Die Face Former Therapie zielt auf alle wichtigen Funktionen ab, welche die Kopfhaltung und Kopfbalance und folgend die gesamte Körperstatik stabilisieren. Einbezogen werden komplexe Muskelkettenfunktionen, die für die Feinabstimmung des koordinierten Systems benötigt werden. Es sind u.a. auch Muskeln, die, der Zunge folgend, am Kopf ansetzen und ihn mit dem Rumpf des menschlichen Körpers verbinden. Erst korrigierte Spannungsverhältnisse dieses Systems ermöglichen eine ausgewogene Balance. Mit der FaceFormer Therapie wird gleichzeitig Einfluss auf die Funktionskreise von Kieferbewegung und Kieferposition sowie auf die Zungenbewegung und die Atmung, genommen. Sie unterstützt die notwendige Stabilität. Erst das korrekte Zusammenspiel dieser Funktionskreise stabilisiert das Gesamtsystem, wandelt negative Muster in positive Muster um und trägt dazu bei, den Rückfall in den alten Schmerzzustand zu verhindern. Die Face Former Therapie ist bereits unzähligen Menschen mit Schmerzen zur schnellen und wirksamen Hilfe geworden. Zu beachten ist, dass nur durch konsequente und korrekte Anwendung (gem. Anleitung), das angestrebte Ziel – frei von Schmerzen zu sein- erreicht werden kann. Das Training wird so lange durchgeführt bis sich die notwendigen „somatische Routine“ (Automatisierung, Musterbildung) eingestellt hat.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Face Former Therapie problemlos auch in die Behandlungskonzepte unterschiedliche medizinischer Disziplinen, wie z.B. Kieferorthopädie, Zahnmedizin, HNO-Medizin, Orthopädie, Kinderheilkunde sowie der Osteopathie, Physiotherapie und Logopädie integriert werden kann.

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