Beschwerden, die zurückkehren: CMD und Zahnwanderung, wiederkehrende Nacken- und Rückenbeschwerden, Schnarchen, Mundatmung bei Kindern. Unterschiedliche Fachgebiete, unterschiedliche Diagnosen - und oft dasselbe Muster dahinter.
Nach dem am ISST Unna entwickelten craniocervikalen Funktionsmodell (CCFM) steht am Anfang solcher Kausalketten ein triadisches Funktionsmuster aus Atmung, Schlucken und Kopfbalance. Die FaceFormer Trainings-Therapie setzt genau dort an - parallel zu Ihrer bestehenden Behandlung, mit dem Ziel langfristiger, ursächlicher Ergebnisse statt reiner Symptomkontrolle.
Dieser Blick ist holistisch und fachgebietsübergreifend - und in der täglichen Praxis noch wenig beachtet. Das craniocervikale Funktionsmodell denkt funktionelle Zusammenhänge neu: nicht als Summe von Einzelbefunden verschiedener Disziplinen, sondern als ein gemeinsames Steuerungssystem, das sie miteinander verbindet.

Auf einen Blick
Termin: Fr & Sa, 25.-26. September 2026, jeweils 9-17 Uhr
Ort: NH Collection Frankfurt Spin Tower, Güterplatz 1, 60327 Frankfurt am Main
Fortbildung: 17 Fortbildungspunkte, mit Zertifikat
Inklusive: FaceFormer-Trainings-Set, Manual zur Methodik, Verpflegung im Seminarhotel
Übernachtung: Zimmerkontingent im Haus - bei Buchung „Dr. Berndsen GmbH" angeben
Vorkenntnisse: nicht erforderlich - für Einsteiger wie erfahrene Anwender
Die drei Achsen des Funktionsmusters



Systemische Zusammenhänge
Nach dem CCFM wirken diese Steuerungsebenen weit über den orofazialen Bereich hinaus - vom Kiefer über die Halswirbelsäule bis in Rumpf und Beckenboden. Und über die Atmung reicht die Kette noch weiter: Wie Sauerstoff aufgenommen, transportiert und verwertet wird, betrifft den Stoffwechsel bis in die einzelne Zelle - und damit Regeneration, Wachstum und Leistungsfähigkeit des gesamten Organismus.
Das Modell beschreibt entsprechend Bezüge zu Wachstum und Formbildung, Haltungsentwicklung, vegetativer Regulation, Stoffwechselvorgängen sowie körperlicher und kognitiver Leistungsfähigkeit. Funktionelle Störungen in diesem System werden als Ausgangspunkt komplexer Kausalketten verstanden, die sich durch viele medizinische Fachgebiete ziehen.
Im Seminar ordnen Sie diese Zusammenhänge systematisch ein - und lernen, welche Befunde in der Untersuchung darauf hindeuten.

Das Diagnoseschema
Kern des ersten Tages ist ein klar gegliedertes Schema, mit dem Sie Befunde systematisch erfassen und auswerten:
- Funktionsanalyse: Atmung, Schlucken und Kopforientierung im Zusammenspiel beurteilen
- Orofaziale Befunde: Zungenposition und Referenzlage, Lippenschluss, Kaufunktion
- Haltung und Statik: craniocervikale Bezüge bis in Rumpf und Becken
- Vegetative Hinweise: Schlafqualität, Regeneration, Belastbarkeit im Alltag
- Ableitung: vom Befund zum indikationsbezogenen Übungsprogramm

Was das Seminar Ihrer Fachrichtung bringt
- Zahnmedizin und Kieferorthopädie: CMD, Bruxismus, Zahnwanderung und Rezidive funktionell einordnen
- Logopädie: myofunktionelle Störungen, Schlucken und Artikulation im craniocervikalen Zusammenhang behandeln
- Physiotherapie und Osteopathie: wiederkehrende Rücken-, Nacken- und Kopfbeschwerden an der Steuerachse mitbehandeln
- HNO und Schlafmedizin: Mundatmung, Schnarchen sowie Stress- und Schlafprobleme funktionell angehen
- Kinder- und Jugendmedizin: orofaziale Entwicklung, Mundatmung und Habits früh begleiten


Seminarablauf
Tag 1 - Verstehen und Diagnostizieren: Grundlagen des craniocervikalen Funktionsmodells, Funktionsanalyse und ein klar gegliedertes Diagnoseschema, mit dem Sie klinische Befunde systematisch auswerten und therapeutische Schritte ableiten.
Tag 2 - Anwenden und Behandeln: strukturierte Übungsprogramme mit dem FaceFormer, indikationsbezogene Anwendung, Variationen für unterschiedliche Patientengruppen sowie Falldemonstrationen mit gemeinsamer Auswertung.


Was Sie mitnehmen
- Ein klares Diagnoseschema, das Sie ab Montag in der Praxis nutzen können
- Die FaceFormer-Therapie gezielter und indikationsbezogen einsetzen
- Strukturierte Übungsprogramme für Ihre Patientengruppen, von Kindern bis Erwachsenen
- Besprechung eigener Fälle mit den Entwicklern der Methode
- Aufnahme in das Behandlerverzeichnis auf faceformer.de, über das Patienten gezielt nach Therapeuten in ihrer Nähe suchen
Ein Beispiel aus der Praxis: wenn die Schiene nicht reicht

Ein typischer Verlauf: Die Schiene lindert, aber die Beschwerden kehren zurück. CMD und Bruxismus lassen sich über die Schiene hinaus verstehen - und Zahnwanderung sowie Rezidiven nach der kieferorthopädischen Behandlung gezielt entgegenwirken.

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Ihre Referenten

Dr. Klaus-Jürgen Berndsen (ISST Unna) vermittelt die theoretischen Grundlagen: CCFM, Funktionsanalyse und Diagnostik. Physiker, Patholinguist und Neurowissenschaftler, langjähriger Dozent an der Universität Dortmund, tätig in der neurologischen Rehabilitation. Seit 1989 leitet er das ISST in Unna.
Sabine Berndsen (ISST Unna) ist dort selbst therapeutisch tätig und bringt die Anwendung aus der täglichen Praxis ein, von der Arbeit mit Kindern bis zu komplexen Verläufen.
Beide haben die FaceFormer Trainings-Therapie 1999 gemeinsam entwickelt und leiten das Seminar persönlich - im kleinen Kreis, mit Raum für Ihre eigenen Fälle.
Frankfurt: 25.09. - 26.09.2026
Adresse: Hotel NH Collection Frankfurt Spin Tower
Güterpl. 1, 60327 Frankfurt am Main
Tag 1: 09:00 - 17:00 Uhr
Tag 2: 09:00 - 17:00 Uhr
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